DIE TAGE, DIE ICH MIT GOTT VERBRACHTE

Uraufführung von/nach Axel Hacke

Fassung von Robert Koall

Premiere: 18.11.17 (Düsseldorfer Schauspielhaus, CENTRAL Kleines Haus)

Regie: Malte C. Lachmann; Ausstattung: Ramona Rauchbach; Musik: Dean Wilmington; Dramaturgie: Frederik Tidén; Regieassistenz: Anna Tenti, Camilla Körner

Besetzung: MANN - Moritz Führmann; GOTT - Wolfgang Reinbacher

Seit den früher 1990er Jahren schreibt Axel Hacke nicht nur für die Süddeutsche Zeitung und das SZ-Magazin, sondern veröffentlicht auch eigene Bücher, wie zum Beispiel 2004 "Der Weiße Neger Wumbaba". Ein anderes, in letzter Zeit sehr bekanntgewordenes seiner Werke ist "Die Tage, die ich mit Gott verbrachte". Und nicht nur dass es - wie der Titel schon vermuten lässt - um den Themenkomplex 'Religion und Religiösität" geht, mit dem ich mich immer wieder auf der Bühne beschäftige, nein: Der Protagonist des Romans trifft Gott ausgerechnet im Münchner Glockenbachviertel; genau dort, wo ich wohne. Dass die Illustrationen von Michael Sowa im Buch auch noch comichaft anmuten, kommt als ästhetisches Sahnehäubchen zu den Tatsachen erschwerend hinzu, die den Roman für mich so verlockend machen. Also werde ich mich im Herbst 2017 in Düsseldorf ans Werk machen und nach "Unterwerfung" von Michel Houellebecq nun den zweiten Roman für das Düsseldorfer Schauspielhaus adaptieren. Passend hierzu habe ich übrigens im Praxismodul der Germanistik an der Uni Bonn einen Lehrauftrag für ein Seminar mit dem Titel "Romanadaptionen im Theater - Dramaturgische Arbeit in der Praxis". Die Fassung wird allerdings dieses Mal von Chefdramaturg Robert Koall stammen, der mit seinen Theaterfassungen (u.a. "Tschick" von Wolfgang Herrndorf) berühmt geworden ist. Wie Gott also ins Münchner Glockenbachviertel kommt und wie er dort die Sicht seines Zuhörers auf die kleinen Dinge des Alltags nachhaltig verändert, wird ab dem 18.11.2017 auf der Kleinen Bühne des CENTRAL sozusagen als Märchen für Erwachsene zu erleben sein.